Hannes Wader
Nu ĉe vi, sed tuj plu
Wo soll ich mich hinwenden?
Turniĝi kien mi povus?
Dat du m mien Leevsten büst
Vi, ho amato
Hannes Wader
Nun ĉe vi, sed tuj plu
-kanto-
Nun ĉe vi, sed tuj plu, post alveno jam for,
mi ne plendas, ne grumblas en kor'.
Mi ja mem volis ĝin, jarojn migris sen fin',
ne demandis pri tempoj kaj hor'.
Foje revas mi tre,
jen min hantas ide',
ke laboru mi nun en la hejm' kun fortun'.
Pasas jaro post jar' kaj pliiĝas la klar',
ke ŝanĝiĝas ja ĉio dum far'.
Ke ne mankos mi mem, kaj ne plu estos tem',
se mi kantis denove en lok',
min ne ĝenas laŭ senc'. Eble restas ja pens'
aŭ vizaĝo de mi aŭ kadenc'.
Foje revas mi tre,
jen min hantas ide',
ke laboru mi nun en la hejm' kun fortun'.
Pasas jaro post jar' kaj pliiĝas la klar',
ke ŝanĝiĝas ja ĉio dum far'.
Sed demandu ne min, mi silentus ĉe l' fin'
pri la kaŭzo de l' vagoj de mi.
El novaĵ' iĝas mal' kaj el vero banal',
sen valor' eble nun jam por ni.
Foje revas mi tre,
jen min hantas ide',
ke laboru mi nun en la hejm' kun fortun'.
Pasas jaro post jar' kaj pliiĝas la klar',
ke ŝanĝiĝas ja ĉio dum far'.
tradukis Cezar
Hannes Wader
Heute hier, morgen dort
Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muß ich fort,
hab‘ mich niemals deswegen beklagt.
Hab‘ es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt,
nie nach gestern und morgen gefragt.
Manchmal träume ich schwer,
und dann denk‘ ich, es wär‘
Zeit zu bleiben und nun ganz was andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar,
daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.
Daß man mich kaum vermißt, schon nach Tagen vergißt,
wenn ich längst wieder anderswo bin,
stört und kümmert mich nicht. Vielleicht bleibt mein Gesicht
doch dem ein‘ oder and’ren im Sinn
Manchmal träume ich schwer,
und dann denk‘ ich, es wär‘
Zeit zu bleiben und nun ganz was andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar,
daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.
Fragt mich einer, warum ich so bin, bleib‘ ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn was neu ist wird alt und was gestern noch galt,
stimmt schon heut‘ oder morgen nicht mehr.
Manchmal träume ich schwer,
und dann denk‘ ich, es wär‘
Zeit zu bleiben und nun ganz was andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar,
daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.
Turniĝi kien mi povus?
Anonima germana soldatkanto
el la 18-a jarcento, buŝe plu dirita)
1
Turniĝi kien mi povus
en tiu trista temp'?
En ĉiu loko sin trovus
milit' kaj malkontent'.
La rekrutiga band',
nin ĉasas en la land'.
Soldato ĉiu fariĝu:
servisto kiel vagant'.
2
En nokto ili alvenis
kun ruz' al mia lit'.
La leŭtenant' min ekprenis,
ne eblis plu evit'.
"Ekstaru, pigra frat',
vin vokas via ŝtat'.
Soldatojn ni bezonas,
ne eblas iu kompat'."
3
Adiaŭ nun, familio,
amik', doloras tre,
Mi devas nun, ĉe Dio,
al nia rezidej'.
Se restos kampe mi,
preĝu por mi al Di'.
Ĉielen Li min prenu,
animon mian al si.
4
La reĝo nun decidis,
ke estu do milit'.
Soldatojn oni mortigas
batale sen hezit'.
Militoj voras nin,
rekrutojn kiel min.
Milmiloj devas morti,
sur kampoj sternas sin.
5
Mi marŝas en katenoj
simile al kaptit'.
Batate sub malbenoj,
mi stumblas al milit'.
Ho, Dio, gardu min,
mi ege petas vin!
La sorton mi akceptos,
mi eble kulpas ĝin.
6
Por l' reĝo mi batalos,
ĝis mi ne vivos plu,
ĝis mia korpo falos
en tombon en la fru'.
Jen la soldatofin'!
Ho, Di', kompatu nin!
Tre multaj jam formortis.
Kaj kiam trafos min?
7
Se la kanonoj knalas,
ektremas la aer'.
La kamaradoj falas
kaj sinkas al la ter'.
Ĝemad' el ĉiu flank'
en la soldata rang'
Torentoj ruĝaj fluas.
Ho, vi senkulpa sang'.
8
Ho, patro kaj gefratoj,
jam ne priploru min.
Mi marŝas kun soldatoj,
ne eblas ŝanĝi ĝin.
Regas en tiu sfer'
nur mon' kaj malsincer'
Riĉuloj restas hejme,
soldatojn kovros ter'.
tradukis Cezar
Anonymes Soldatenlied
Wo soll ich mich hinwenden?
Text und Musik mündlich überliefert, 18. Jahrhundert
(Klagend, am besten den Sänger Wader anhören)
1
Wo soll ich mich hinwenden bei
der betrübten Zeit?
An allen Ort und Enden ist
nichts als Krieg und Streit.
Rekruten fanget man,
so viel man haben kann.
Soldat muss alles werden,
es sei Knecht oder Mann.
2
Mit List hat man mich g'fangen,
als ich im Bette schlief,
da kam der Hauptmann 'gangen,
ganz leise auf mich griff:
"Ei Bruder! Bist du da?
Von Herzen bin ich froh!
Steh' auf, Soldat musst werden,
das ist nun einmal so!"
3
So bin ich nun gefangen,
mit Eisen angelegt.
Als wäre ich durchgegangen,
so hat man mich belegt.
Ach Gott, verleih' Geduld,
ich bitt' um deine Huld!
Mein Schicksal will ich tragen,
vielleicht hab' ich's verschuld't.
4
Der König hat's beschlossen
zu streiten für sein Land.
Viel Kinder werd'n erschossen
durch der Feindlichen Hand.
Das ist des Krieges Lauf:
Rekruten hebt man auf.
Viel tausend Kinder müssen
ihr Leben geben drauf.
5
Dem König muss ich dienen,
so lang ich's Leben hab'.
Werd' ich einmal erschossen,
wirft man den Leib ins Grab.
Allwo in einer Schicht -
ach Gott erbarme dich! -
viel Kamerad begraben,
vielleicht betrifft's auch mich!
6
Man hört Kanonen knallen,
dass es die Luft erschallt.
Viel tausend Brüder fallen,
verlieren ihr' Gestalt.
seufzen in ihrem Blut,
das stromweis fließen tut,
müssen den Geist aufgeben,
o du unschuldig's Blut!
7
"Adje nun, Vater, Mutter,
adje, mein lieber Freund!
Muss mich zur Reis' begeben,
zur Residenz noch heut'.
Der Himmel schütze euch!
Wann ich im Feld bleib',
betet für meine Seele,
dass ich komm' ins Himmelreich!"
8
"Ach Vater, Schwester, Bruder,
stellt euer Weinen ein!
Es kann nicht Anders helfen,
Soldat' muss ich jetzt sein.
's regieret in der Welt
die Falschheit und das Geld.
Der Reiche kann sich helfen,
der Arme muss ins Feld."
